Warum es etwas gibt und nicht vielmehr nichts
Warum gibt es überhaupt etwas? Leibniz stellt die Frage ausdrücklich und antwortet, ihr Grund könne nicht in der Kette der Dinge liegen, nur in einem notwendigen Wesen.
Die Frage wird im siebten Abschnitt offen gestellt. Nichts geschieht ohne zureichenden Grund, also muss auch die Existenz der Welt einen haben. Er kann nicht in der Kette der Dinge liegen, denn jedes von ihnen hätte auch anders sein können; so liegt er in einem notwendigen Wesen, Gott. Dieselbe Überlegung entscheidet, warum die Welt diese ist und keine andere: Gott hat die beste der möglichen Welten gewählt. Die Frage bildet das Scharnier des Textes: Vor ihr steht ein Aufbau aus einfachen Substanzen, nach ihr das Verhältnis der Geister zu Gott.
- Gott
- Kontingenz
- Verursachung
- Schöpfung
- beste aller möglichen Welten
- Vollkommenheit
- Vernunft
- Metaphysik
- Göttliche Vorsehung
Ins Gespräch kommen
- Materie ist gleichgültig gegen Ruhe und Bewegung, und jede Bewegung kommt von einer früheren. Warum erklärt der Blick zurück nie, wieso es überhaupt Bewegung gibt?
- Zwei mal zwei muss vier sein, aber die Bewegungsgesetze hätten auch anders sein können. Was macht sie zu einer Wahl der Weisheit statt zu einer Notwendigkeit?
- Ein Geschöpf verdankt seine Vollkommenheit Gott, seine Unvollkommenheit aber den eigenen Grenzen. Warum trifft Gott keine Schuld an den Grenzen, die er ihm gab?
- Gott habe die Welt mit der größten Vielfalt und der größten Ordnung gewählt, sagen Sie. Widerstreiten sich diese beiden nicht?