Ob Tugend lehrbares Wissen ist
Lässt sich das Gute lehren — und ist es viele getrennte Vorzüge oder im Grunde eine einzige Art von Wissen?
Protagoras verteidigt die lehrbare Tugend mit dem Mythos von Prometheus; Sokrates widersteht und drängt dann seine eigene Überzeugung, Tugend sei in Wahrheit Wissen, einheitlich und nicht ein Bündel aus Tapferkeit, Gerechtigkeit und dem Übrigen. Zum Schluss haben die beiden die Seiten getauscht — Sokrates räumt nun ein, Tugend sei lehrbar, sofern sie Wissen ist, Protagoras sträubt sich. Ein spätes Abwägen von Lust gegen Schmerz argumentiert, niemand wähle wissentlich das Schlechtere, ein Vorfahre utilitaristischen Denkens. Die Frage, die er stellt, geht unmittelbar in den Menon und den Gorgias über.
- Ethik
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- Wissen
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- Definition
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- Expertise
- Mentorat
- Dialog
- Lust
Ins Gespräch kommen
- Du und Protagoras endet damit, die Seiten zu tauschen, ob Tugend lehrbar ist. Zeigt das nicht, dass die Frage verworren war?
- Jemand will einem berühmten Lehrer bezahlen, damit er ihn gut mache. Was sollte er fragen, bevor er das Geld hingibt?
- Ist Tapferkeit ein eigener Vorzug, oder im Grunde dasselbe Wissen wie Gerechtigkeit und Besonnenheit?
- Wenn niemand wissentlich das Schlechtere wählt, was wird dann aus unserer Gewohnheit, Menschen für ihre Laster zu tadeln?
- Du behauptest, Tugend sei in Wahrheit Wissen, doch wissende Menschen tun ständig Unrecht. Wie kann das bestehen?