Eine Prüfung für jede Regierung
An welchem einzigen Maß soll eine Regierung als gut oder schlecht beurteilt werden? Bentham antwortet mit einem allein: ob sie das Glück der Regierten hervorbringt, und nichts sonst darf zählen.
Das größte Glück der größten Zahl erhält hier seine erste öffentliche Formulierung, und Bentham macht daraus eine Klinge. Gegen Blackstone, der die Verfassung so beschrieb, als sei sie zu beschreiben schon zu loben, besteht er darauf, dass keine Einrichtung Achtung dafür verdient, alt, hergebracht oder englisch zu sein. Sie verdient Achtung allein durch ihre Ergebnisse. Ein Gesetz ist zu messen, nicht auszulegen, und zwar an einem: dem Glück, das es denen bringt, die unter ihm leben. Alles, was er danach schrieb, läuft auf dieser einen Regel.
- Nutzen
- Gesetzgebung
- Rechtswissenschaft
- Ethik
- Methodologie
- politische Verpflichtung
Ins Gespräch kommen
- Wenn jemand einem Gesetz gehorcht, das ihm offensichtlich schadet, was soll bei der Entscheidung wiegen, ob es noch bindet?
- Ist es nicht ein Freibrief für jede Grausamkeit, die sich als nützlich verkleiden lässt, jedes Gesetz auf das Glück zu reduzieren, das es bringt?
- Wie unterscheidet sich, eine Verfassung an ihren Ergebnissen zu beurteilen, von der Ehrfurcht, die Blackstone ihr bloß fürs Altsein zollte?
- Zählen Alter und Herkommen nichts zugunsten einer Einrichtung, was muss ein Volk ohne sie zu verteidigen bereit sein?
- Was soll ein Reformer erwidern, wenn ihm gesagt wird, ein schlechtes Gesetz müsse allein deshalb bleiben, weil es das Gesetz ist?