Was ein Staat der Wirtschaft schuldet
Nicht was der Markt will, sondern was der Gesetzgeber anrühren darf: Jede mögliche Handlung des Staates wird geordnet in das, was er tun muss, das, was er in Ruhe lassen muss, und das, was die Menschen von selbst tun.
Bentham teilt das staatliche Handeln gegenüber der Wirtschaft in drei: agenda, die Dinge, die eine Regierung tun sollte; non-agenda, die Dinge, die sie in Ruhe lassen sollte; und sponte acta, die Dinge, die die Menschen ungeheißen tun, wenn man sie schlicht gewähren lässt. Gegen die geschäftige merkantilistische Gewohnheit seiner Zeit argumentiert er, der erste Haufen sei weit kleiner, als Herrscher sich einbilden, und das meiste, was ein Gesetzgeber zu regeln juckt, regeln die Einzelnen unangetastet besser. Die Prüfung ist nie Vorbild oder Ehrgeiz, sondern ein einziges Maß: ob die Einmischung das allgemeine Glück mehrt oder mindert.
- Politische Ökonomie
- Nutzen
- Sicherheit
- Besteuerung
- staatlicher Eingriff
- Reichtum
Ins Gespräch kommen
- Jemand, der sein Gewerbe von gutgemeinter Regulierung erstickt sieht, fragt: Wie entscheidet ein Gesetzgeber, dass die Sache nie seine war, sie anzurühren?
- Ist es nicht bloß eine ordentliche Art, dein eigenes Vorurteil darüber einzuschmuggeln, in welchen Haufen ein Ding fällt, jede Staatshandlung in drei Haufen zu sortieren?
- Wie unterscheidet ein Bürger ein echtes agendum, der Hand des Staates wert, von etwas, bei dem eine Regierung nur handelnd gesehen werden will?
- Was muss eine Regierung über ihre eigene Nützlichkeit zu glauben aufhören, ehe sie die sponte acta in Ruhe lassen kann?
- Wo ein Markt die Schwachen offensichtlich zermahlt, wird die non-agenda dann zur Ausrede für einen Gesetzgeber, nichts zu tun?