Reform im Rahmen der Verfassung
1792 fragt Burke, wie Irland den Katholiken mehr Freiheit gewähren kann, ohne die Autorität und die Regelungen aufzulösen, die für die politische Ordnung sorgen. Die Antwort entscheidet darüber, ob Reform die Regierung stärkt oder die Revolution heraufbeschwört.
Die Erleichterungen für die Katholiken Irlands verteidigt Burke als politische Anpassung, nicht als Freibrief, den Staat aus abstrakten Grundsätzen neu zu bauen. Er wendet sich gegen die erzwungene Ausgrenzung ebenso wie gegen revolutionäre Politik: Legitimität wächst aus geschichtlich gewachsenen Institutionen, überkommener Autorität und klugen Zugeständnissen. Die Verfassungsordnung muss sich ändern, wo Gerechtigkeit und Sicherheit es verlangen, doch die Souveränität ist nichts, wonach eine Ideologie greifen darf. Reform hat die politische Stabilität zu bewahren. Das ist Burkes entscheidende Grenze.
- Konstitutionalismus
- politische Stabilität
- Gerechtigkeit
- Monarchie
- Politische Legitimität
- Freiheitsrecht
- Politische Ethik
- politische Gewalt
- Zwang
- religiöse Duldung
- Politische Exklusion
- politische Reform
- Bürgerrechte
- Politische Urteilskraft
- politische Klugheit
- bürgerliche Freiheiten
- Verfassungsreform
- Religionsetablierung
- Kirche und Staat
- Staatsbürgerschaft
- politische Repräsentation
- Vorstellung
- Politische Inklusion
- Vorurteil
- Religiöse Ausgrenzung
- Rechtsstaatlichkeit
- soziale Ordnung
- Aristokratie
- Verfassungswandel
Ins Gespräch kommen
- Wenn eine Bevölkerung unter Ausschluss lebt: Was ermöglicht es einer Reform, die Autorität zu bewahren, statt ihren Betrug offenzulegen?
- Wenn die verfassungsmäßige Stabilität auf Ausschluss beruht, warum sollte man diese Stabilität vor Reformen schützen?
- Welches politische Risiko sollte eine herrschende Mehrheit hinnehmen, bevor Gerechtigkeit in die verfassungsrechtliche Abwägung eintritt?
- Wie lässt sich eine Reparatur der Verfassung vom ersten Zugeständnis an revolutionäre Politik unterscheiden?