Legitime Reform
Kann eine Regierung ihre Missbräuche korrigieren, ohne die Autorität zu zerstören, die Reform überhaupt erst möglich macht? Die Antwort entscheidet darüber, ob die Freiheit auf rechenschaftspflichtigen Institutionen oder auf dem unbeschränkten Willen einer Fraktion beruht.
Burke verteidigte eine Reform, die Missstände abstellt und die überkommene Verfassungsordnung dabei bewahrt, und griff die neuen Whigs an, weil sie die Französische Revolution für ein verlässliches Vorbild der Freiheit hielten. 1791 band er die politische Legitimität an Repräsentation, Rechenschaft, Eigentum und an die Pflichten, die Institutionen denen auferlegen, die Macht ausüben. Das Argument verwirft die willkürliche Souveränität ebenso wie die entgrenzte Volksmacht: Reform mag nötig sein, doch sie muss sich vor der Präzedenz, der politischen Verantwortung und den Grenzen des Zwangs verantworten.
- Vorstellung
- Reform
- Politische Legitimität
- politische Verantwortung
- Präzedenzfall
- Konstitutionalismus
- Autorität
- Freiheitsrecht
- Eigentumsrechte
- Revolution
- Monarchie
- politische Verpflichtung
- Volkssouveränität
- Notwendigkeit
Ins Gespräch kommen
- Wenn eine Regierung der Erneuerung bedarf, wie kann ein Mensch Veränderung fordern, ohne der Zerstörung freie Hand zu geben?
- Wenn überkommene Institutionen Korruption schützen, warum sollte die Ehrfurcht vor dem Bewährten eine Reform bremsen?
- Welche politische Geduld muss ein Reformer aufbringen, wenn Ungerechtigkeit das Warten moralisch kostspielig macht?
- Wo endet legitime Reform und wo beginnt revolutionäre Macht, wenn beide Gerechtigkeit für sich beanspruchen?