Die natürliche Gesellschaft gegen die Regierung
Kann eine politische Gesellschaft die Macht rechtfertigen, die sie über jene ausübt, die ihr gehorchen müssen? Die Antwort entscheidet darüber, ob die Regierung die Freiheit schützt oder Autorität, Besteuerung und Zwang in organisierte Unterdrückung verwandelt.
1756 stellt Burke die politischen Einrichtungen als eine Anhäufung von Zwängen dar, nicht als natürliches Heilmittel gegen den menschlichen Streit. Die Regierung fordert Gehorsam, erhebt Steuern, beansprucht Souveränität und kann ihre Gewalt in Krieg und Tyrannei wenden; ihre Legitimität kann daher nicht auf Macht allein ruhen. Indem das Argument diese Last gegen die verhältnismäßige Einfachheit der natürlichen Gesellschaft hält, greift es die Annahme an, eingelebte Herrschaft verdiene Treue von selbst, und macht politisches Handeln vor der Freiheit verantwortlich.
- Freiheitsrecht
- Zwang
- Souveränität
- Tyrannei
- Gerechtigkeit
- Krieg
- Menschennatur
- politische Gewalt
- Despotismus
- Demokratie
Ins Gespräch kommen
- Wenn eine Regierung im Namen der öffentlichen Ordnung Steuern erhebt: Was bleibt durch den Verweis auf ihre Notwendigkeit verborgen?
- Der Angriff auf die Regierung scheint eine Gesellschaft ohne sie ebenso gefährlich zu machen; schwächt das nicht das Argument?
- Welche Art von Freiheit muss ein Mensch opfern, bevor politische Autorität Schutz versprechen kann?
- Wie lässt sich die natürliche Gesellschaft von der bloßen Abwesenheit einer Regierung unterscheiden, wenn dort weiterhin Gewalt herrscht?
- Eine Verfassung mag Herrscher in Schranken weisen; warum sollte überkommene Autorität diejenigen binden, die ihr niemals zugestimmt haben?