Eine Doktrin bekämpfen, als wäre sie ein Staat
Wie führt man Krieg gegen einen Feind, der kein Staat mit Interessen ist, sondern eine Meinung, die Anhänger sammelt? Die Koalition kämpfte um Festungen und Entschädigungen, und die Denkschrift sagt den Ministern, dass erobertes Land gegen diesen Feind nichts einbringt.
Ein Jahrhundert europäischer Kriege hatte die Form festgelegt: eine Festung nehmen, eine Entschädigung eintreiben, beim Frieden eine Provinz tauschen. Gegen Frankreich verfehlt diese Form 1793 ihr Ziel. Was diesen Feind zusammenhält, ist keine Regierung, deren Rechnung eine Niederlage ändern könnte, sondern eine Doktrin, die wirbt, und Gebiet, das man ihr nimmt, ist Gebiet, das sie entbehren kann. Schlimmer noch: Jede so gewonnene Belagerung härtet das, was bekämpft wird — keine französische Partei erhebt sich für Verbündete, die sichtlich vorhaben, Dünkirchen zu behalten. Der Krieg verlief dann genau so, wie das Papier es vorhergesagt hatte.
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Ins Gespräch kommen
- Ein Gegner, dessen Stärke eine Überzeugung ist und keine Stellung, lässt sich nicht besiegen, indem man ihm nimmt, was er hält. Was bleibt da anzugreifen?
- Festungen und Entschädigungen haben europäische Kriege ein Jahrhundert lang entschieden. Warum sollten Minister hinnehmen, dass ein einziger Feind die ganze Übung wertlos macht?
- Woran unterscheidet man einen Staat mit Interessen von einer Meinung mit Anhängern, und zwar bevor die Art des Krieges gewählt ist?
- Auf Dünkirchen und jede andere Eroberung zu verzichten, verlangt dieses Argument von den Verbündeten. Was muss eine Koalition sein, um das zu zahlen?
- Jede gewonnene Belagerung härtet das, was bekämpft wird, sagen Sie. Welcher militärische Erfolg ist dann gegen eine Doktrin überhaupt zu haben?